Charity und Sylvia
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Beschreibung
Allgemein wird angenommen, dass die gleichgeschlechtliche Ehe eine rein moderne Erfindung ist, ein Konzept, das aus einem offen modernen Lebensstil entstand und im Amerika des 19. Jahrhunderts unbekannt war. Doch wie Rachel Hope Cleves in diesem aufschlussreichen Buch zeigt, ist die gleichgeschlechtliche Ehe keineswegs neu. Geboren 1777, wuchs Charity Bryant in Massachusetts auf. Eine brillante und willensstarke Frau mit einer klaren Anziehungskraft für ihr eigenes Geschlecht, wurde Charity im Alter von 20 Jahren aus ihrem Elternhaus verbannt. Sie verbrachte das nächste Jahrzehnt ihres Lebens damit, durch Massachusetts zu reisen, als Lehrerin zu arbeiten, intime Freundinnen zu finden und überall, wo sie lebte, zum Gegenstand von Klatsch zu werden.
Im Alter von 29 Jahren, immer noch trotzig ledig, besuchte Charity Freunde in Weybridge, Vermont. Dort traf sie eine fromme und studierende junge Frau namens Sylvia Drake. Die beiden wurden bald so unzertrennlich, dass Charity beschloss, Zimmer in Weybridge zu mieten. 1809 zogen sie gemeinsam in ihr eigenes Haus, und im Laufe der Jahre wurden sie im Wesentlichen als Ehepaar anerkannt. Von ihrer Gemeinde verehrt, betrieben Charity und Sylvia eine Schneiderei, in der viele lokale Frauen arbeiteten, dienten als Leuchttürme in ihrer Kirche und beteiligten sich an der Erziehung ihrer vielen Nichten und Neffen. Charity und Sylvia ist die intime Geschichte ihrer außergewöhnlichen 40-vierjährigen Verbindung. Cleves zeichnet ihr Leben anhand einer Reihe von Originaldokumenten, darunter Tagebücher, Briefe und Gedichte, detailliert nach. Charity und Sylvia gewährt einen aufschlussreichen Einblick in eine Beziehung, die konventionelle Vorstellungen von gleichgeschlechtlicher Ehe auf den Kopf stellt und das frühe Amerika als einen Ort offenbart, der sowohl vielfältiger als auch entgegenkommender war, als die moderne Gesellschaft sich vorstellen mag, und ist ein bedeutender Beitrag zu unserem begrenzten Wissen über die LGBT-Geschichte im frühen Amerika.
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