„Ich bin ein Mensch“: Häuptling Standing Bears Kampf für Gerechtigkeit
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Beschreibung
Im Jahr 1877 wurde der Ponca-Indianerstamm von Häuptling Standing Bear gewaltsam aus seiner Heimat in Nebraska vertrieben und in das damals als Indianerterritorium (heute Oklahoma) bekannte Gebiet getrieben, was zum eigenen Pfad der Tränen des Stammes wurde. „I Am a Man“ schildert, was geschah, als Standing Bear einen sechshundert Meilen langen Fußmarsch antrat, um den Leichnam seines einzigen Sohnes zu ihrer traditionellen Grabstätte zurückzubringen. Dabei wird die komplexe Beziehung zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten und dem kleinen, friedlichen Stamm sowie die rechtlichen Folgen von Landtausch und gebrochenen Verträgen untersucht, ohne dabei die herzzerreißende Reise der Ponca aus den Augen zu verlieren. Es ist eine Geschichte des Überlebens – eines Volkes, das dem Tod überlassen wurde und aus der Asche von Ungerechtigkeit, Krankheit, Vernachlässigung, Hunger, Demütigung und Auslöschung wieder auferstand. Auf einer anderen Ebene ist es eine Geschichte von Leben und Tod, Verzweiflung und Stärke, Freiheit und Patriotismus. Eine Geschichte von christlicher Güte und bürokratischem Übel. Und es ist eine Geschichte der Hoffnung – eines Volkes, das noch heute unter uns weilt und mühsam eine kulturelle Identität bewahrt, die es jahrhundertelang vor seiner Begegnung mit Lewis und Clark im Herbst 1804 aufrechterhalten hatte.
Bevor sie endet, untersucht Standing Bears lange Heimreise auch grundlegende Fragen der Staatsbürgerschaft, des Verfassungsschutzes, der kulturellen Identität und des Wesens der Demokratie – Fragen, die im Amerika des einundzwanzigsten Jahrhunderts weiterhin laut nachklingen. Es ist eine Geschichte, die hinterfragt, ob die Souveränität der Ureinwohner, stammesbasierte Gesellschaften und kulturelles Überleben mit der amerikanischen Demokratie vereinbar sind. Standing Bear nutzte erfolgreich den Habeas Corpus, die einzige Freiheit, die im ursprünglichen Text der Verfassung enthalten ist, um Zugang zu einem Bundesgericht und letztendlich seine Freiheit zu erhalten. Dieser Bericht beleuchtet treffend, wie das heikle System der Checks and Balances der Nation fast genau so funktionierte, wie es die Gründerväter vorsahen, ein System, das heute wohl aus dem Gleichgewicht geraten und belagert ist.
Joe Staritas gut recherchierte und aufschlussreiche Darstellung liest sich wie ein historischer Roman, da seine sorgfältigen Charakterisierungen und lebendigen Beschreibungen dieses Stück amerikanischer Geschichte auf brillante Weise zum Leben erwecken.
Spezifikationen
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