Eine unbequeme Witwe: Die Qualen, der Prozess und der Triumph der Mary Todd Lincoln
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Eine aufschlussreiche neue Biografie über eine der am meisten missverstandenen und verunglimpften First Ladies der amerikanischen Geschichte: Mary Todd Lincoln.
Mary Lincoln stand im Zentrum der Politik zu einer Zeit, in der die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen rigide und eingeschränkt waren. Als Spross der südlichen Aristokratie wuchs sie in einem einflussreichen Clan von Politikern und Eliten auf, die Lexington, Kentucky, gründeten. Marys frühe Berührung mit der von Männern dominierten Welt der Politik verlieh ihr einen scharfen politischen Verstand und einen starken Ehrgeiz. Schon als Kind verkündete sie, dass sie dazu bestimmt sei, die Frau eines Präsidenten zu werden, und spielte eine entscheidende Rolle dabei, ihren Ehemann zu Größe zu verhelfen.
Doch ihre Hoffnungen auf eine triumphale Erfahrung an der Spitze der Macht gingen im Bürgerkrieg und unermesslichen Familientragödien verloren. Trotzdem hielt Mary durch. Sie unterstützte unerschütterlich die Kriegsanstrengungen der Union, besuchte Lager, pflegte verwundete Soldaten und spendete großzügig Geld und Geschenke an Flüchtlinge aus der Sklaverei. Sie war eine unkonventionelle, überlebensgroße Persönlichkeit, die sich zu auffällig kleidete, zu öffentlich trauerte, eine Kaufsucht hatte und unfähig oder unwillig schien, ihre Emotionen, ihr Temperament und ihre Meinungen zu zügeln. Sie machte sich Feinde – einflussreiche Männer, die ihre Geschichte für sie schrieben, oft unfair. Nach Lincolns Ermordung wurde sie von der Nation, für die er sein Leben gegeben hatte, um sie zu verteidigen und zu bewahren, fast völlig im Stich gelassen.
Die ehemalige Washington Post-Autorin und Kolumnistin Lois Romano korrigiert das gequälte Erbe von Mary Todd Lincoln, die in ihrer Witwenschaft fast an jeder Stelle scheiterte – an ihrer Familie, an ihrer Regierung, an medizinischen Fachkräften, die nicht in der Lage waren, ihre psychische Krankheit zu diagnostizieren, und schließlich an der Geschichte. Romano stützt sich auf Hunderte von Archiven, Briefen und Memoiren, um das vollständigste Porträt zu liefern – nicht nur einer unliebsamen Witwe, sondern einer brillanten und fehlerhaften Frau, die eine ungewöhnliche Hartnäckigkeit angesichts außergewöhnlicher Widrigkeiten und persönlicher Qualen besaß und dazu beitrug, einen der größten Präsidenten Amerikas zu etablieren.