Fawning: Warum das Bedürfnis zu gefallen uns selbst verlieren lässt – und wie wir unseren Weg zurückfinden
Von einer klinischen Psychologin und Expertin für die Bewältigung komplexer Traumata kommt ein wirkungsvoller Leitfaden, der das „Fawning“ (Unterwerfungsverhalten) einführt, einen oft übersehenen Teil der Kampf-Flucht-Erstarrungs-Reaktion auf Traumata – und erklärt, was es ist, warum es geschieht und wie Überlebende ihre Stimme und ihr Selbstgefühl wiedererlangen können.
Die meisten von uns kennen die drei Fs des Traumas – Kampf, Flucht oder Erstarrung. Aber Psychologen haben eine vierte, extrem häufige (aber wenig verstandene) Reaktion identifiziert: das Fawning. Oft mit „Co-Abhängigkeit“ oder „People-Pleasing“ verwechselt, tritt Fawning auf, wenn wir uns unerklärlicherweise einer Person oder Beziehung nähern, die Schmerz verursacht, anstatt uns zurückzuziehen.
Entschuldigen Sie sich bei Menschen, die Ihnen wehgetan haben? Ignorieren Sie deren schlechtes Benehmen? Freunden Sie sich mit Ihren Peinigern an? Sind Sie besessen davon, das Richtige zu sagen? Verwandeln Sie sich in jemanden, der Sie nicht sind ... während Sie nach Anerkennung suchen, die möglicherweise nie kommt?
Vielleicht sind Sie ein „Fawner“ (Unterwürfiger).
Fawning erklärt, warum wir in schlechten Jobs bleiben, in ungesunde Partnerschaften geraten und dysfunktionale Umgebungen tolerieren, auch wenn es anderen so offensichtlich erscheint, dass wir gehen sollten. Und obwohl Fawning einen Zweck erfüllt – es ist eine geniale Schutzstrategie in unsicheren Situationen –, ist es ein Problem, wenn es zu einer sich wiederholenden, zwanghaften Reaktion in unserem täglichen Leben wird.
Aber hier ist die gute Nachricht: Wir können das Muster chronischen Fawnings durchbrechen, sobald wir es als die Traumareaktion erkennen, die es ist. Basierend auf zwanzig Jahren klinischer psychologischer Arbeit – sowie einer lebenslangen Erfahrung als selbstgenesende Fawnerin – zeigt Dr. Ingrid Clayton, WARUM wir Fawning betreiben, WIE man die Anzeichen von Fawning erkennt (einschließlich Schuldübernahme, Konfliktvermeidung, Hypervigilanz und Fürsorge auf eigene Kosten) und WAS wir tun können, um erfolgreich „unfawn“ zu sein und endlich wir selbst zu sein, in all unserer unvollkommenen Perfektion.