Der Bauplan der Privatsphäre: Der Kampf um die Kontrolle der Gestaltung neuer Technologien
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Beschreibung
Täglich interagieren Internetnutzer mit Technologien, die darauf ausgelegt sind, ihre Privatsphäre zu untergraben. Social-Media-Apps, Überwachungstechnologien und das Internet der Dinge sind alle so konzipiert, dass es schwierig ist, persönliche Informationen zu schützen. Und das Gesetz besagt, dass dies in Ordnung ist, weil es den Nutzern obliegt, sich selbst zu schützen – selbst wenn die Chancen bewusst gegen sie stehen.
In „Privacy’s Blueprint“ wendet sich Woodrow Hartzog gegen diesen Zustand und argumentiert, dass das Gesetz Software- und Hardwarehersteller verpflichten sollte, die Privatsphäre bei der Entwicklung ihrer Produkte zu respektieren. Die aktuelle Rechtslehre behandelt Technologie, als wäre sie wertneutral: Nur der Nutzer entscheidet, ob sie Gutes oder Schlechtes bewirkt. Aber das ist nicht so. Wie Hartzog erklärt, sind beliebte digitale Tools darauf ausgelegt, Menschen bloßzustellen und Nutzer dazu zu manipulieren, persönliche Informationen preiszugeben.
Gegen den oft eigennützigen Optimismus des Silicon Valley und die Trägheit des Tech-Evangelismus vertritt Hartzog die Ansicht, dass Datenschutzgewinne durch bessere Regeln für Produkte, nicht für Nutzer, erzielt werden. Das aktuelle Modell der Regulierungsnutzung fördert die Ausbeutung. „Privacy’s Blueprint“ zielt darauf ab, dies zu korrigieren, indem es die theoretischen Grundlagen einer neuen Art von Datenschutzrecht entwickelt, das auf die Art und Weise reagiert, wie Menschen digitale Technologien tatsächlich wahrnehmen und nutzen. Das Gesetz kann Verschlüsselung fordern. Es kann böswillige Schnittstellen verbieten, die Nutzer täuschen und sie anfällig machen. Es kann Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch biometrischer Überwachung vorschreiben. Es kann, kurz gesagt, die Technologie selbst unseres Vertrauens würdig machen.
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