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Ziegenmilch und Rosen - Ein Leben zwischen zwei Flüssen: Die Erinnerungen einer irakischen Frau

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Ziegenmilch und Rosen - Ein Leben zwischen zwei Flüssen: Die Erinnerungen einer irakischen Frau

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Sie wurde 1931 geboren, als jüngste von sieben Geschwistern, mit Ziegenmilch großgezogen und von Anfang an eigensinnig. Bis ihr Lebensweg sie schließlich weit geführt hatte, hatte sie in einem Militärgefängnis gesessen, an der University of London promoviert, gegen den Willen ihrer Familie einen indischen Anthropologen geheiratet und erlebt, wie die Welt ihrer Kindheit verschwand.

Ziegenmilch und Rosen ist die Lebenserinnerung einer irakischen Frau, die in den letzten Jahren der Monarchie erwachsen wurde — und zwischen Kerbela, Hilla, Samarra, Nadschaf, Baquba und Bagdad aufwuchs, wohin die staatlichen Versetzungen ihres Vaters die Familie führten. Sie schreibt über den jüdischen Arzt in Hilla, dessen Güte sie niemals vergaß; über Brieftauben, die mit antibritischen Parolen über den Euphrat geschickt wurden; darüber, wie sie kommunistische Flugblätter in einem Geschichtsbuch versteckte; über zwölf Tage in einem Frauengefängnis; über den Dekan, der ihr sagte, sie lebe in einer idealistischen Welt. Sie schreibt über London Mitte der 1950er Jahre — die rußgeschwärzten Gebäude, Canterbury Hall, die SOAS, eine Kundgebung am Trafalgar Square, bei der Aneurin Bevan genau das sagte, was gesagt werden musste — und über die drei Jahre, die sie mit dem mittelalterlichen Essayisten al-Dschahiz verbrachte, dessen Witz aus dem 9. Jahrhundert ihr vollkommen gegenwärtig erschien.

Was sie beschreibt — ein Bagdad, in dem sunnitische und schiitische Familien ihre Kinder nach den Heiligen der jeweils anderen benannten, in dem die Mauer der muslimischen Schule und die Mauer der jüdischen Schule dieselbe Luft teilten, in dem der Pluralismus nichts Besonderes war, weil er einfach existierte — gibt es nicht mehr. Dieses Buch hält diese Welt fest, von innen heraus erzählt, mit der unsentimentalen Präzision einer Frau, die zu sehr mit dem Leben beschäftigt war, um es mit einem Paradies zu verwechseln, und die heute, aus der Distanz, genau weiß, was verloren gegangen ist.

Mit Wärme, trockenem Humor und völliger Ehrlichkeit geschrieben, ist Ziegenmilch und Rosen eine Erinnerung über Bildung und Widerstand, über Städte, die einen prägen, und Politik, die versucht, einen zu brechen; über den besonderen Preis, den es kostet, am eigenen Urteil festzuhalten — und darüber, was es bedeutet, eine verschwundene Welt für den Rest seines Lebens in sich zu tragen.

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