Ein wilder Krieg um den Frieden: Algerien 1954-1962 (New York Review Books Classics)
Der Algerienkrieg dauerte von 1954 bis 1962. Er brachte sechs französische Regierungen zu Fall, führte zum Zusammenbruch der Vierten Republik, brachte de Gaulle zurück an die Macht und war kurz davor, einen Bürgerkrieg auf französischem Boden zu provozieren. Mehr als eine Million muslimische Algerier starben in dem Konflikt, und ebenso viele europäische Siedler wurden ins Exil getrieben. Vor allem aber war der Krieg durch eine unheilige Allianz aus revolutionärem Terror und repressiver Folter gekennzeichnet.
Fast ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit dieser brutal geführte Krieg mit der Unabhängigkeit Algeriens endete, und doch – so Alistair Horne in seinem neuen Vorwort zu seinem inzwischen klassischen Geschichtswerk – sind seine Auswirkungen nicht nur in Algerien und Frankreich, sondern auf der ganzen Welt weiterhin spürbar. Aus heutiger Sicht erscheint der Algerienkrieg sogar wie eine Generalprobe für die Art von amorphem Kampf, der den Balkan in den 1990er Jahren erschütterte und der jetzt den Nahen Osten von Beirut bis Bagdad verwüstet – Kämpfe, in denen Fragen von Religion, Nationalismus, Imperialismus und Terrorismus eine neue und zunehmend tödliche Intensität annehmen.
A Savage War of Peace ist die maßgebliche Geschichte des Algerienkriegs, ein Buch, das diesen schrecklichen und komplizierten Kampf mit Intelligenz, Sicherheit und unermüdlicher Dynamik zum Leben erweckt. Es ist eine unverzichtbare Lektüre für unsere eigenen gewalttätigen Zeiten sowie ein bleibendes Denkmal für die Kunst des Historikers.