Fahrlehrer am Limit: Warum mnachmal Hopfen und Malz einfach verloren ist
Herzlichen Glückwunsch, Sie halten dieses Buch in den Händen. Das heißt, Sie haben entweder Humor. Oder Sie sind Fahrlehrer. Oder Sie trinken schon länger heimlich in der Mittagspause. Willkommen im Klub. Ich bin Fahrlehrer. Seit Jahren. Nein, ich weiß auch nicht, warum. Es war wohl ein Kindheitstrauma. Oder ein besonders böser Berufstest. Vielleicht war es auch einfach zu viel Optimismus. Egal, jetzt sitze ich hier. Im Auto. Neben Menschen, die alles sind – nur keine Autofahrer. Sie glauben, Sie hätten alles gesehen? Irrtum. Der tägliche Wahnsinn beginnt, sobald sich ein Fahrschüler ans Lenkrad setzt. Mal fährt er wie Omas Einkaufswagen, mal wie in einem Actionfilm. Bremsen ist Glückssache. Blinken pure Magie. Ich habe viel gelernt in diesem Beruf. Zum Beispiel: Geduld ist dehnbar wie Kaugummi. Sitzheizungen sind überlebenswichtig. Und der Airbag ist mein bester Freund. Dieses Buch ist für alle meine Kollegen. Ihr wisst, was ich meine. Es ist aber auch für jeden anderen gedacht, der irgendwann einmal mit diesem Thema konfrontiert wird. Für Eltern, die Fahrstunden bezahlen. Für Prüfer, die manchmal Mitleid haben. Für Busfahrer, die regelmäßig den Glauben an die Menschheit verlieren. Dieses Buch ist kein Lehrbuch. Keine Sorge. Hier gibt es keine Verkehrsregeln. Keine Paragrafen. Hier gibt es nur Geschichten aus dem Überlebenskampf. Einblicke in die 3 Seele eines Fahrlehrers. Tipps zum Nervenschonen. Und vielleicht Trost, falls Sie selbst mal dachten: Hopfen und Malz sind verloren. Also anschnallen, durchatmen, loslachen. Es wird eine wilde Fahrt.