Religiöser Unterschied in einem säkularen Zeitalter: Ein Minderheitenbericht

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Wie säkulare Staatsführung im Nahen Osten das Leben religiöser Minderheiten verschlechtert – statt verbessert

Das Leid religiöser Minderheiten im Nahen Osten wird oft dem Scheitern des Säkularismus zugeschrieben, sich in der Region zu etablieren. „Religious Difference in a Secular Age“ stellt diese Einschätzung in Frage, indem es vier Eckpfeiler des Säkularismus untersucht: politische und bürgerliche Gleichheit, Minderheitenrechte, Religionsfreiheit und die rechtliche Trennung von privatem und öffentlichem Bereich.

Basierend auf ihrer umfassenden Feldforschung in Ägypten mit koptisch-orthodoxen Christen und Bahai – religiösen Minderheiten in einem mehrheitlich muslimischen Land – zeigt Saba Mahmood, wie moderne säkulare Staatsführung religiöse Spannungen und Ungleichheiten verschärft hat, anstatt sie zu reduzieren. Sie zeichnet die historische Entwicklung säkularer Rechtskonzepte im kolonialen und postkolonialen Nahen Osten nach und untersucht, wie Widersprüche im Kern des politischen Säkularismus bestehende Formen islamischer Hierarchie verschärft und verstärkt haben, was die Beziehungen zu Minderheiten in Ägypten in eine neue historische Sackgasse geführt hat. Durch eine genaue Untersuchung ägyptischer Gerichtsverfahren und Verfassungsdebatten über Minderheitenrechte, Konflikte um Familienrecht und Kontroversen über die Meinungsfreiheit lädt Mahmood uns ein, über die verflochtenen Geschichten des Säkularismus im Nahen Osten und Europa nachzudenken.

Als provokantes wissenschaftliches Werk fordert „Religious Difference in a Secular Age“ uns auf, das Versprechen und die Grenzen des säkularen Ideals der religiösen Gleichheit neu zu überdenken.

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