Run Girls: Die Memoiren einer Appalachen-Familie in der Krise
Jenny, geboren als Tochter eines sadistischen Vaters mit dem Spitznamen Grizz, erlebt, wie ihre Familie unter dessen psychischem Missbrauch und körperlicher Grausamkeit leidet. Jennys Mutter ist gezwungen, ihre Kinder vorübergehend in Pflegefamilien unterzubringen, wo sie geschlagen und psychisch gequält werden. Nachdem sie dafür gekämpft hat, ihre Kinder zurückzubekommen, flüchtet Jennys Mutter eifrig mit einem Mann, den sie in einer Bar kennengelernt hat, in die Berge von Appalachian, Kentucky. In Kentucky leiden sie und ihre vier Töchter unter seinen alkoholbedingten, gewalttätigen Wutausbrüchen und fliehen oft vor ihm in den Wald. Von tiefer Armut geplagt, steht die Familie vor ständigen Schwierigkeiten. Ohne Fluchtmöglichkeit wenden sie sich mutig an die Menschen in Appalachia, die ihnen nachts eine Unterkunft geben und sie zur Kirche mitnehmen. Jenny glaubt, ihr Leben wendet sich zum Besseren, nachdem sie einen jungen Mann in ihrer Kirche heiratet, nur um dann alleinerziehende Mutter zu werden und sich in einer vertrauten Situation der Not wiederzufinden.
Fesselnd und ergreifend ist „Run Girls“ eine mutige Geschichte über das Überleben eines unentrinnbaren Kreislaufs von Missbrauch und Not. Die Mädchen in dieser Geschichte kämpfen sich aus einem Trümmerhaufen heraus, auf Appalachen-Art.