Die Antike Stadt: Eine Studie über Religion, Recht und Institutionen des antiken Griechenlands und Roms

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Eines der bemerkenswertesten historischen Werke des 19. Jahrhunderts stammte aus der Feder des französischen Historikers Numa Denis Fustel de Coulanges, einem gebürtigen Pariser. Diese erstaunliche Analyse des Familien- und Religionslebens der alten Griechen und Römer ist der Schlüssel zum Verständnis der antiken Mittelmeerzivilisationen. Die Geschichte beginnt in der nebligen Zeit der Bronzezeit, als die Indo-Europäer begannen, sich auf die italienische und griechische Halbinsel zu verbreiten. Sie brachten ein Patriarchat mit, das auf Ahnenverehrung und der Verehrung von Herdgottheiten basierte... dem heiligen Feuer, das Familie und Staat verband. Im Laufe der Zeit wurde diese Herdverehrung kodifiziert und extrem komplex. Tausende von Jahren lang gab es keinerlei Unterscheidung zwischen Religion und Recht. Sie waren ein und dasselbe, selbst nach der Gründung von Städten.

Im sechsten Jahrhundert v. Chr. begannen die Kräfte der gesellschaftlichen Evolution, dieses System langsam zu untergraben. Als die Bürger begannen zu fordern, dass Gesetze zum Nutzen der Menschen statt zum Nutzen der Götter erlassen werden sollten, setzte dies eine der größten Revolutionen der Welt in Gang. Sie veränderte die klassische Zivilisation und führte schließlich zur Zerstörung der Herdgottheiten. Als die römische Macht und der Reichtum sich über die bekannte Welt ausbreiteten, provozierte dies eine moralische Krise. Infolgedessen verfiel der Paganismus inmitten eines allgemeinen Rückgangs religiöser Autorität und des Glaubens. Dies wiederum führte die Griechen und Römer zu der Erkenntnis, dass es nur einen einzigen Gott geben konnte. So wurde schließlich der Weg für die Einführung des Christentums geebnet.

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