Der Tennisplatz: Eine Reise zu den größten Tennisplätzen der Welt
Eine neue Perspektive auf einen beliebten Sport: „The Tennis Court“ ist eine fotografische Reise zu den 200 atemberaubendsten Tennisplätzen der Welt.
„Nick Pachelli nimmt uns mit auf Plätze in jeder Ecke der Welt, mit einem scharfen Auge für das, was unser Spiel und die Menschen, die es fördern, so besonders macht.“
—Billie Jean King, Sportikone und Verfechterin der Gleichberechtigung
Jeder der weltweit eine halbe Million Tennisplätze ist im Grunde eine identische leere Leinwand: ein 23,77 Meter langes und 10,97 Meter breites Rechteck, geteilt durch ein 0,91 Meter hohes Netz in der Mitte und mit elf geraden Linien markiert. Doch fügt man die Elemente Oberfläche, Raum, Wind, Akustik, Zuschauer, Schatten, Feuchtigkeit und sogar Luftdichte hinzu, ist jeder Tennisplatz einzigartig – ein Kunstwerk. Und einige sind Meisterwerke.
Nick Pachelli kuratiert und porträtiert 200 der schönsten, ikonischsten, bedeutendsten, reizvollsten und eigenwilligsten Tennisplätze der Welt, jeder atemberaubend fotografiert. Er erkundet die Schwergewichte, darunter den All England Lawn Tennis Club in Wimbledon, der einen Falken einsetzt, um streunende Vögel vom Verschmutzen der akribisch gepflegten Rasenflächen abzuhalten. Arthur Ashe, der Grandstand und Court 17 in Flushing, Queens, wo sich jeden Sommer Hunderttausende von Tennisfans zu den US Open versammeln. Und da ist Court Philippe-Chatrier in Roland-Garros, dessen Sand jedes Mal, wenn man ihn sieht, einen anderen Farbton annimmt – gebranntes Orange, gebranntes Rot, Burgund, Umbra.
Wir besuchen weit entfernte Kleinode, wie den Waiheke Tennis Club in Neuseeland, wo man zuerst fliegen, dann eine Fähre nehmen, dann mit dem Auto oder Bus fahren und schließlich zu Fuß gehen muss, bevor man dort ankommt. Indoor-Wunder, darunter der Tennis Club de Belgique, der die gedämpfte, ehrfürchtige Atmosphäre eines Theaters hervorruft, mit Oberlichtern, die den Platz beleuchten und die Zuschauer im Schatten lassen. Verborgene Juwelen, wie der winzige Tennis Club San Stin in Venedig, ein geheimer, einzelner Außen-Sandplatz, versteckt hinter einer Villa und einer 4,5 Meter hohen, von Ranken überwucherten Mauer.
Es gibt Stadtplätze, darunter den Knickerbocker Field Club, tief im Herzen von Flatbush, Brooklyn. Akademien, wie Rafael Nadals Tennistempel auf Mallorca, Spanien. Und das Extreme: ein einzelner Platz, völlig isoliert in der Wildnis Schottlands; ein Platz in Nordspanien, der sichtbar wird, wenn die Flut zurückgeht, der Sand hart wird und die metallischen Platten, die als Linien dienen, wieder zum Vorschein kommen; und ein Platz in Kenia, der aus Termitenhügeln besteht.
Dabei führt Pachelli nicht nur eine meisterhafte, einmalige Tour zu den besten Plätzen der Welt durch, sondern leistet in seiner Schrift auch etwas ebenso packendes: Er fängt die wahre Leidenschaft – manche würden sagen Besessenheit – ein, die Tennis inspiriert. Denn auf dem Platz, egal wie grandios oder alltäglich, ob an einem exotischen Ort oder um die Ecke, sehen sich Tennisspieler wirklich. Dort begegnen wir unserem Temperament, unserem Antrieb, unserer Frustration, unserer Glückseligkeit, unserer Sehnsucht.