Das ist nicht vom Laufen: Eine Autobiografie
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Von einer der schnellsten Läuferinnen ihrer Generation, eine ergreifende, brutal ehrliche Erinnerung an den Spitzensport, der schieflief – und ein klarer Appell, wie Eltern, Trainer und junge Athleten selbst eine gesündere Jugendsportkultur aufbauen können.
Nur wenige Frauen haben jemals 800 Meter in unter zwei Minuten zurückgelegt. Noch weniger Menschen haben die missbräuchliche Trainingskultur des Laufsports angeprangert und gewonnen. Mary Cain hat beides getan.
Sie trat im Alter von 12 Jahren als Laufphänomen auf, eine Einser-Schülerin, besessen von griechisch-römischer Mythologie und der Freiheit, die sie beim schnellen Laufen empfand. Wie jede Mittelschülerin wollte sie einfach dazugehören, also lernte sie, sich durch das Unbehagen harter Trainingseinheiten und die Verwirrung durch das Mobbing ihrer Trainer und Teamkollegen zu kämpfen. Und sie war überglücklich, als Alberto Salazar sie mit 16 anrief, um sie zum Training mit dem berühmten Nike Oregon Project einzuladen.
Cain war bereit, den Sport zu verändern, sagte Salazar ihr. Sie beschloss, seine Gunst zu bewahren, auch wenn er darauf bestand, dass sie Gewicht verlieren und sich durch den Schmerz aufkommender Verletzungen kämpfen sollte. Jahrelang glänzte sie und stellte Rekorde gegen Elite-Läuferinnen auf, die doppelt so alt waren wie sie. Die Olympischen Spiele waren in greifbarer Nähe.
Doch abseits der Strecke zerbrach Cain. Sie schmuggelte mitten in der Nacht Müsliriegel und sank in eine tiefe Depression, als sich eine Verletzung an die andere reihte. Schließlich verließ sie das Oregon Project und sagte sich, sie brauche nur eine Pause. Ein Chor ertönte in der Läufergemeinschaft: Was ist mit Mary Cain passiert?
Nachdem ihre Klage gegen Nike beigelegt ist, ist Cain bereit, ihre Seite der Geschichte zu erzählen – und das Blatt in Bezug auf Missbrauch im Jugendsport zu wenden. Sie greift auf ihre Tagebücher aus dieser erschütternden Missbrauchszeit zurück, um mit einer Klarheit, die wir selten sehen, zu zeigen, wie junge Köpfe auf die Alles-oder-Nichts-Kultur reagieren, die den heutigen Jugendsport durchdringt. Mal schonungslos, mal ironisch, mal leidenschaftlich ist „This Is Not About Running“ eine vehemente Erinnerung an den Schaden, der entsteht, wenn wir den Wettbewerb über die psychische Gesundheit stellen.